Darf ich mich vorstellen?

 

Mein Name ist Melanie Szalata, ich lebe in Bottrop und bin ein waschechtes Ruhrpottmädchen.

Nachfolgend noch die Vorgeschichte damit sich jeder ein eigenes Bild über mich machen kann wie ich an die Materie der Fotografie und Bildbearbeitung kam.

Denn mittlerweile ist einiges an Zeit wieder ins Land gezogen und es hat sich vieles ergeben, ich habe viele Erfahrungen sammeln können und auch das Equipment hat sich verändert und erweitert.
Ich durfte in der ganzen Zeit ausprobieren, meine Mentoren persönlich kennenlernen die ich bis dahin nur aus den Videos und online kannte, sehr nette Modelle kennenlernen, eine vielzahl an Fotografen kennen und schätzen lernen sowie meine Arbeitsweise aus dem Rollstuhl heraus zu verfeinern. Ja meinen Smeet (Erklärung dazu im Text der Vorgeschichte) habe ich fast immer bei mir, auch wenn ich noch selbständig Laufen und stehen kann (dies allerdings je nach tagesform eben mal länger und mal sehr kurz). Viele schauen vielleicht erst ein wenig unsicher wenn ich mit meinem Smeet auftauche, aber da mich die meisten Menschen schon aus Erzählungen und Weiterempfehlungen kennen stellt dies gar kein Problem dar. Schließlich gehört mein Rolli zu mir.
Glücklicherweise war ich schon seit Kindheit an immer lustig unterwegs und konnte mich selbst auch wunderbar auf die Schippe nehmen, wie man bei uns im Ruhrpott gern zu sagen pflegt. Dies hat sich bis heute nicht geändert und bietet mir sogar jetzt einen ganz neuen Blickwunkel und noch wieder viele neue Sprüche und Kommentare.

 

Wer sich für den Werdegang meines Daseins des Digital Artits sowie der Fotografin interessiert ist herzlich eingeladen weiter zu lesen.

Viel Vergnügen...

 

 

 

Zur Fotografie sowie zur digitalen Bildbearbeitung kam ich auf einem kleinen Umweg. Getreu dem Motto: Mach aus der Not eine Tugend!

Aber von Anfang an...

Im März 2008 ereilte mich ein kleiner Schlaganfall der natürlich einen Krankenhausaufenthalt mit sich brachte. Glücklicherweise dauerte dieser aber nicht sonderlich lange und ohne große Nachwirkungen durfte ich wieder in die heimatlichen Gefilden ziehen. Dies allerdings nicht von langer Dauer, nach einer Woche begann das Spektakel mit all dem Unheil von vorn und das Krankenhaus sah mich erneut.
Diagnose: Multiple Sklerose...
Mhm, ok, sie ist ja nun da, scheint wohl freiwillig auch keinen Rückzug zu planen, also? Klar, Gedanken beiseiteschieben und einfach so weitermachen wie zuvor. Dies klappte auch ganz hervorragend, ok ab und wann gab es mal minimale Rückschläge mit kleinen Krankenhausaufenthalten, wonach es aber dank der Medikation danach immer wieder alles prima war. Laufen und Stehen ging selbständig, arbeiten war kein Problem, eben den Alltag bewältigen.

Doch 2012 hat sich meine MS mal wieder zu Wort gemeldet und mir so richtig ordentlich einen Strich durch die Rechnung gemacht so daß es nicht mehr möglich war mich alleine zu versorgen und den Alltag irgendwie alleine zu bewältigen. Laufen und Stehen ging überhaupt nicht mehr, Anziehen und Essen lagen nicht mehr in meinen Händen.
Dank meiner neuen Ärztin dann begann eine neue Therapie. Zuerst wurde der Schub meiner MS ausgemerzt, dann gab es die Basistherapie mit Betaferon. Es wurde besser, nur langsam, aber es wurde besser.
Jetzt kam allerdings etwas ganz neues in mein Leben was mir bis dahin völlig unbekannt war...

LANGEWEILE.....

Hauptsächlich sitzen und liegen war ab sofort meine Hauptbeschäftigung und dank ein paar ganz lieber Menschen bekam ich meinen neuen treuen Wegbegleiter, meinen Rolli, genannt Smeet. Warum grade Smeet? Keine Ahnung, er sah eben wie einer aus. Mit diesem konnte ich mich dann wenigstens in der Wohnung etwas freier bewegen. Ich kam bis zum Schreibtisch, konnte mich samt Rolli dort wunderbar parken, und da ja meine Hände und die Fingerfertigkeit immer besser wurden ließ sich nun auch das Grafiktablett recht passabel bedienen.

Tja, nur gar nicht so einfach wenn man keine Ahnung von der Programmbedienung hat.

So setzte ich mich mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop auseinander. Furchtbar viele DVDs mit Lernmaterial zieren nun mein Regal und das Internet musste alles hergeben was es an Tutorials gab für meine Belange. Es hieß lernen, lernen und noch einmal lernen.
Sitzen war ja nun mal eh das Einzige was ich zu der Zeit in Perfektion beherrschte. Zeit war im Überfluss vorhanden und so ließ sich die Langeweile ganz prima verscheuchen, ebenso die Unzufriedenheit mit mir selbst bekam so ein Ticket ins Nirwana.
Viele, ja überaus viele Stunden verbrachte ich damit das Programm zu verstehen und zu beherrschen, was allerdings zu Anfang genau das Gegenteil war, es beherrschte mich.
Jedoch schon bald nahm ich an Wettbewerben teil und rutschte immer weiter in die Pixelwelt.

 

Dann kam im November 2012 ein Treffen von einer Community, in der ich mich rege beteiligte, zustande und ich begab mich mit einem Freund auf die Reise nach Berlin. Das erste Mal seit Monaten daß ich so weit weg von zu Hause war und das sogar über Tage. Eine riesen Herausforderung für mich...aber es hat so viel Spaß gemacht daß alles andere irgendwie in den Hintergrund rutschte.
Bei dem Treffen ging es allerdings ja nicht nur um die Bearbeitung der Fotos, sondern natürlich auch um die Gewinnung des Materials, das Fotografieren.

HA! Neue Herausforderung gefunden und angenommen.

Noch war es alles etwas schwierig, da ich ja selten vor die Tür kam und ich mich zuerst in den eigenen vier Wänden mit der Kamera selbst beschäftigen mußte. Schnell war klar daß es genau das auch war was ich zuerst brauchte. Wieder lernen lernen lernen!!! Denn mal eben auf Programmautomatik ist es schnell geknipst, aber noch lange nicht so wie man es sich selbst gewünscht hat. Der Schnee auf den Häuserdächern war aschfahl und nur grau. Mhm, aber so ist er doch ganz klar weiß. Also? Richtig, DVDs gekauft und wieder lernen lernen lernen. Blende, Weißabgleich, Belichtungszeit…Herrje! Bis es da endlich in meinem Kopf „klick“ gemacht hat verging einiges an Zeit.

 

Aber die Zeit brachte auch noch einen positiven Nebenaspekt mit sich, ich war wieder etwas mobiler und der Rolli musste nur noch her für lange Strecken Fußweg. Selbst Treppensteigen war wieder möglich. Sollte heißen? RAUS! Draußen gab es natürlich dann wieder völlig neue Begebenheiten, ein ganz anderes Licht. Och nöö…was denn nu wieder? Richtig: Lernen!
Jetzt ist auch das in trockenen Tüchern.

Jetzt kann ich mich endlich auch mal an ein Projekt wagen. Mir schwebte da etwas im Sinn. Da ein Freund beruflich als Feuerwehrmann tätig ist kam es mir in den Sinn dies als Leitfaden zu nutzen. Allerdings recht langweilig so einfach einen Mann in Uniform. Mhm, einen halbnackten Mann in Uniform dagegen finde nicht nur ich sicher ganz ansprechend. Gesagt getan. Einige Modelle gefunden und schon war die Idee geboren. Es gibt einen Kalender mit sexy Firefighter.
Mit ein wenig Geschick und relativ geringem Equipment haben wir uns dann einen Teil auf dem Dachboden gesucht den man zu einem kleinen Studio umbauen konnte. Dauerlichter und ein schicker Hintergrund waren rasch gekauft und dann konnte es losgehen.

Vorerst fotografierte ich alles mit meiner guten alten Canon EOS 400D, zwar schon sehr in die Jahre gekommen das gute Stück aber für mich das Beste was es gab.
Die gefundenen Modelle waren allesamt sehr nett und richtig einfache Modelle mit denen das Arbeiten sehr einfach und auch lustig war.

Kurzum, der Kalender Firefighter war schnell umgesetzt und hat auch regen Anklang gefunden im Bekanntenkreis. Hier rechts im Bild nur ein kleiner Spaß am Rande...
Den Firefighter Kalender könnt Ihr Euch unter Projekte selbstverständlich ansehen.

Weitere Projekte sind geplant, und sobald ich dies alles auch umsetzen kann wird das Ergebnis natürlich hier präsentiert.

Da die Canon 400D hat dann nach all der Zeit doch den Geist aufgegeben, sehr zu meinem Bedauern, arbeite ich nun mit einer Canon 60D. Doch mit dem neuen Werkzeug muss ich dann erst einmal wieder warm werden, soll heißen?

 

LERNEN LERNEN LERNEN!!!!

Bis dahin,

Eure Melli